
Schäferei Jung — Coburger Fuchsschafe in Thüringen
Eine seltene Rasse. Ein Schäfer mit einer Idee. 150 Schafe in Schilfa.
Wie ein Abend beim Griechen alles veränderte
Es begann mit Lamm auf dem Teller. Ein Abend unter Kollegen beim Griechen, das Essen so gut, dass Chris Jung noch am selben Abend sagte:
„Ich muss mir unbedingt Schafe anschaffen zur Selbstversorgung.“
Was als Scherz gedacht war, wurde vier Wochen später ernst.
„Dann vier Wochen später sind wir losgefahren und da habe ich meine ersten zwei Schafe gekauft.“


Zwei Coburger Fuchsschafe von einem Bekannten. Die Rasse war Liebe auf den ersten Blick.
„Habe ich mich dann sofort verliebt und haben uns dann für die Rasse entschieden, weil die vom Wesen so ruhig sind und auch sehr menschenbezogen.“
Erst später zeigte sich, was Chris damals noch nicht ahnte: Die Coburger Fuchsschafe sind eine alte Landschafrasse — robust, pflegeleicht und wie gemacht für die Thüringer Weiden.
Aus zwei Schafen wurden schnell mehr. Und mit der wachsenden Herde kam eine klare Entscheidung: Keine Massenproduktion, kein schnelles Mästen und Verkaufen.
„Bei uns soll es ja auch um Qualität gehen.“
Heute sind es 150 Coburger Fuchsschafe. Und aus der Wolle, die bei jeder Schur anfällt, werden Schafwollpellets — ein natürlicher Dünger, der den Boden lockert, Wasser speichert und Pflanzen monatelang versorgt.
Das Coburger Fuchsschaf — eine seltene Landschafrasse
Eine alte Rasse, die fast ausgestorben war. Heute auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen. Chris hält 150 Stück in Schilfa — jedes einzelne ein Beitrag zum Erhalt.
Was die Rasse besonders macht:
- Goldbraunes bis rotbraunes Fell — der Name „Fuchs“ kommt von der Farbe
- Robust und genügsam — ideal für die Beweidung schwieriger Flächen
- Dichtes, weiches Vlies mit hohem Lanolin-Anteil
- Ruhiges, menschenbezogenes Wesen
Jedes Coburger Fuchsschaf, das auf Thüringer Weiden steht, sichert den Fortbestand einer Rasse, die die industrielle Landwirtschaft fast vergessen hat.


Schilfa — mitten in Thüringen
Die Schäferei liegt in Schilfa, Thüringen. Der Stall steht in Obertopfstedt. Die Herde beweidet Grün- und Naturschutzflächen in der Region — darunter Windpark-Ausgleichsflächen, auf denen durch extensive Beweidung artenreiche Lebensräume entstehen.
In Planung: Beweidung von Photovoltaikflächen und Gewässerbegleitgrün (Flussdeiche, Gewässerränder).
Chris Jung ist Teil des Weidewonne Thüringen Netzwerks — ein Zusammenschluss von Schäfereien, die nachhaltige Beweidung mit regionaler Vermarktung verbinden.
Neben der Haltung und Beweidung bietet die Schäferei auch Landschaftspflege und Leihschafe an.
Auf der Weide — Schilfa, Thüringen
Fragen zur Schäferei?
Chris Jung berät Sie persönlich — zu Schafwolle, Pellets und allem, was mit Schafen zu tun hat.
